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Kapitel 12
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Kaya war sofort auf Shizuka gesprungen, als Kanaye ihr die Nachricht überbracht hatte. Sie hatte ihre Eltern und Megumi gebeten, zu warten. Ihre Eltern hatten zögerlich genickt. Auch Megumi hatte eingewilligt, obwohl sie vor Sorge und Entsetzen beinahe ohnmächtig wurde, das sah man ihr an.
Kaya trieb Shizuka zu immer größerer Eile an. Kanaye hetzte mit hängender Zunge neben ihnen her. Je länger es dauerte, desto unruhiger wurde Kaya. Sie konnte sich nur ein wenig bändigen, indem sie die ganze Zeit auf sich einredete. Ni ist da... Ni wird ihn beschützen, er wird nicht zulassen, dass ihm was passiert...
Sie hatten die Wolfshöhle noch nicht einmal erreicht, da sprang Kaya schon von ihrem Reittier.
„Takashi!“, schrie sie lauthals. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Sei da, antworte mir, bitte sei da...
Sie stürmte ihn die Höhle.
„Takashi!“
Sie kniete sich auf den Boden und umarmte ihn. Takashi brachte kein Wort heraus, aber er klammerte sich an sie.
„Mach schnell... ich will diesem Nichts die Gurgel durchbeißen...“ Es klang wie ein entferntes Donnergrollen, als Ni das sagte. Seine Augen blitzten hasserfüllt aus einer dunklen Ecke der Höhle auf. Dieser Blick jagte Kaya einen kalten Schauer über den Rücken.
Sie sah sich um. Da lag Naoto. Seine linke Gesichtshälfte war mit vier langen, tiefen Kratzern verziert. Seine Augen waren geschlossen.
Kaya verkrampfte sich. Dann schritt sie steif zu ihm hinüber und ging in die Hocke. Direkt neben ihr war Leiko, die älteste Tochter der Familie, in stiller Langeweile damit beschäftigt, auf einem Schwert herumzukauen. An der Spitze der Schneide klebte getrocknetes Blut.
„Was...?“
Leiko sah auf. In ihren betörenden Augen lag wie üblich ein leicht überheblicher Ausdruck. „Er hat Vater das Schwert noch in die Brust rammen können.“
Kaya nickte langsam, mit ernstem Gesicht. Dann wandte sie sich wieder Naoto zu. Sie starrte auf ihn hinab. Er musste es wohl gespürt haben, denn er öffnete langsam die Augen. Kaya musste beinahe lächeln; Ni hatte sein Auge verschont, als ihm den Hieb verpasst hatte. Er war viel zu gütig, wie immer.
„Ka... ya...“
Sie schürzte verachtungsvoll die Lippen.
„Ich... wo bin ich...?“
Leiko schnaubte verächtlich.
„Du bist in der Wolfshöhle. Sei froh, dass Ni dich nicht gleich vor Ort und Stelle getötet hat!“
„Getötet? Was... was ist denn passiert...?“ Wie in Trance hob er eine Hand an seine Wange, danach sah er entsetzt auf seine blutigen Finger.
„Man sollte ihm einen Biss versetzen, damit er ein wenig zur Besinnung kommt“, sagte Leiko und grinste eiskalt.
„Sei still, Leiko“, gebot ihr Niichi ernst. Er hatte schon die ganze Zeit im Zentrum der Höhle gestanden, wie üblich mit einem ernsten bis versteinerten Gesichtsausdruck. Manchmal dachte sich Kaya, es sah ein wenig traurig aus, wie er guckte. So demütig und in sich gekehrt.
Leiko knurrte ihren Bruder an, dann machte sie sich wieder mit desinteressiertem Blick über Naotos Schwert her.
Kaya schüttelte den Kopf. „Was hast du dir nur gedacht... wie kannst du sowas tun? Ich hab dir vertraut... wir alle haben dir vertraut. Und du hast uns so hintergangen. Wie kannst du nur?“
Er sah sie aus halbgeöffneten Augen an. „Kaya... wovon redest du? Ich versteh das alles nicht...“
„Was...?!“ Sie verkrampfte sich wütend. „Jetzt spiel nicht den Unschuldigen!“
Er sah sie verzweifelt an. „Ich weiß gar nicht, was das hier alles soll... ich...“
„Er weiß es wirklich nicht...“, stellte Niichi mit einem angedeuten verneinenden Kopfschütteln fest. Sein Gesicht blieb vollkommen teilnahmslos.
„Ja, aber... das kann doch nicht sein! Wie kann man jemanden töten wollen und danach nichts mehr davon wissen?!“
„Tö... töten...?“
„Jetzt reichts aber! Hör auf dich zu verstellen!“ Sie knallte ihm wütend die flachen Hände auf die Brust. Einen Moment später stieß Naoto einen markerschütternden Schrei aus. Erschrocken zuckte Kaya zurück.
Naoto atmete hastig, seine Augen waren geweitet. Langsam drehte er den Kopf zu Kaya. „Du...“
„Das wollte ich nicht...“ Kaya war verwirrt. Was war denn das jetzt schon wieder gewesen?
„Was... hast du...“
Hinter ihnen fuhr Takashi hoch. In seinem Gesicht zeichnete sich Panik ab. „So hat er vorhin auch gesprochen!“
Kaya wandte sich um. „Was soll das heißen...?“
Takashi wollte gerade noch etwas sagen, da hörten sie von Naoto ein erschöpftes Stöhnen.
Als Kaya sich wieder in seine Richtung drehte, waren seine Augen erneut geschlossen. Ayaka schüttelte konfus den Kopf. „Das ist alles mehr als seltsam...“
Kaya nickte. Kurz darauf sagte sie: „Wir sollten uns auf den Heimweg machen. Megumi wird sich inzwischen schreckliche Sorgen machen.“

Takashi war noch immer etwas wacklig auf den Beinen, also war er derjenige, der auf Shizuka ritt. Naoto sah zwar schlimmer aus und fühlte sich offensichtlich auch nicht gut, jedoch sträubte sich in Kaya alles dagegen, ihm diesen Komfort zu überlassen. Noch dazu begann Shizuka schon zu bocken, wenn er nur in ihre Nähe kam.
Irgendwann auf dem Weg hob Takashi den Kopf ein kleines Stück und sagte leise: „Er...“
„Hast du was gesagt, Takashi?“
„Er... er hat ihn umgebracht...“
Kaya und Naoto sahen ihn beide gleichzeitig verwundert an.
Takashi riss den Kopf herum. „Er hat ihn sterben lassen, er hätte ihn heilen können! Du hast ihn umgebracht!“, rief er hitzig und zeigte auf Naoto. Kurz darauf verzog er das Gesicht und legte seine Hand auf die schmerzende rechte Schulter.
„Was... wovon redest du?“, fragte Kaya.
Takashi hatte zu zittern begonnen. „Frag ihn doch! Frag ihn, er hat ihn sterben lassen! Er...“
„Wen, Takashi?“, fragte Kaya laut und energisch.
„Meinen Vater.“ Takashi zitterte nun noch schlimmer. Dabei starrte er die ganze Zeit unentwegt Naoto an.
„Was redest du da?“, fragte Naoto. Er schien schon wieder am Verzweifeln.
„Hör auf dich zu verstellen! Mir reichts! Du hast es doch selbst gesagt, du Bastard!“
„Das hab ich nie und nimmer gesagt!“
„Schluss jetzt.“
Die beiden sahen Kaya verwundert an. Die sah weiter mit ernstem Gesicht geradeaus. „Das hat keinen Sinn. Hört auf damit.“
Takashi starrte auf Shizukas Hals. Immer war sie so heißblütig und jetzt war sie auf einmal wieder wie ihr Vater. Es war schon manchmal seltsam mit ihr.
Als sie sich dem Tor näherten, erkannten sie ein paar Gestalten, die vor dem Tor standen. Kaya erkannte ihre Eltern, Megumi, Toki, Rei, Herrin Eboshi und Gonza.
Als sie näher kamen, lief ihre Mutter plötzlich los. Verwundert blieben sie stehen.
Schnell war San bei ihnen. Und bevor irgendjemand ihre Absichten erkennen konnte, holte sie aus und schlug Naoto schreiend mit der Faust ins Gesicht.
„Mama!“, rief Kaya. Es klang weniger vorwurfsvoll als entsetzt.
San achtete gar nicht auf sie. Schwer atmend, die Hände immer noch zu Fäusten geballt, starrte sie auf Naoto hinab, der durch ihren Schlag zu Boden gegangen war.
Kurz darauf kamen Megumi, Ashitaka und Toki, die Rei auf dem Arm trug, bei ihnen an.
Megumi stürzte sofort zu Shizuka und zerrte Takashi vom Sattel. Freudetränen liefen ihr übers Gesicht. Rei stellte sich breit lächelnd neben die beiden.
Ashitaka stellte sich neben San und starrte ebenso auf Naoto, der sich langsam hochstützte. Genauso Toki. Wobei sie nicht wie Ashitaka kalt, sondern eher kochend vor Wut zu Boden blickte.
San grinste gehässig, als sie die langen Wunden in Naotos Gesicht sah.
„Ah...“, brachte Naoto hervor und hustetet trocken. Sein Kopf war gesenkt, sein ganzer dünner Körper bebte.
„Das war nicht nötig!“, sagte Kaya anklagend.
San funkelte sie an, sodass Kaya unwillkürlich einen Schritt zurückwich.
„Es tut mir Leid...“
Alle sahen zu Naoto.
„Ich... weiß nicht, was hier vor sich geht, aber... ich muss wohl etwas Schreckliches getan haben. Das tut mir Leid... auch wenn ich es nicht so ganz verstehe...“
„Du hast versucht, Takashi zu töten“, sagte Ashitaka kühl.
Naoto sah ihn entsetzt an. „Was? Wie... aber... wie...?“
„Mit einem Schwert, mit was sonst“, sagte Toki sarkastisch, als Naoto nichts anderes mehr sagte.
Kaya setzte sich auf einmal in Bewegung.
„Kaya!“
Sie beachtete ihre Mutter nicht einmal. Sie kniete sich neben Naoto.
„Warum kanst du dich nicht erinnern?“, fragte sie.
„Ich habe nichts getan... tut mir Leid... nichts...“
„Naoto?“
„Ich war das nicht... ich war es nicht... glaub mir doch... es tut mir Leid...“
„Na – Naoto!“ Sie griff nach seiner Schulter.
Er schrie wieder so auf. So, als hätte man ihm soeben die Arme verbrannt oder etwas in der Art. Sofort ließ Kaya erschrocken los.
Er sah sie an. Sein Gesicht war bedeckt von Schweiß. „Ich... tut mir Leid...“
Dann atmete er stöhnend aus und fiel flach auf den Rücken.
„Naoto!“

=&=

Aois Haus war voll. Sie selbst war nach draußen gegangen, mürrisch und ein wenig pampig. Sie hatte Versammlungen jeder Art noch nie leiden können.
Kaya saß direkt neben Naoto, aufmerksam auf jede kleinste Bewegung seinerseits achtend. Takashi saß mit angezogenen Beinen in der Hausecke direkt vor ihr und starrte düster auf Naoto hinab. Neben ihm kniete Megumi, einen Arm um die Schultern ihres Sohnes, während die andere Hand sich angespannt in ihre Kleider krallte.
San lehnte mit verschränkten Armen und mürrischem Ausdruck neben ihrer Tochter an der Wand, während sie in tiefster Verachtung auf Naotos entspanntes Gesicht blickte. Ashitaka stand ihr gegenüber. Er hatte die Arme ebenfalls verschränkt und starrte nachdenklich ins Leere.
Rei kniete bei Naotos Füßen und ruckelte ungeduldig hin und her. Toki stand hinter ihr, die geballten Hände in die Hüfte gestemmt, die Lippen säuerlich gespitzt.
Herrin Eboshi stand genau vor Naoto. Sie machte ein ernstes Gesicht. Schon die ganze Zeit stand sie vollkommen unverändert da, nahezu versteinert, als warte sie nur darauf, dass Naoto die Augen aufschlug. Gonza hatte sich direkt neben ihr aufgebaut. Sein Gesicht verriet nicht das Geringste über seine Gedanken (was bei ihm ja nicht gerade häufig vorkam). Hinter ihnen standen noch lauter andere Leute, die von dem Vorfall erfahren hatten.
Niemand gab auch nur den leisesten Laut von sich, nicht einmal Rei.
Da bewegte sich Naoto auf einmal. Er verzog das Gesicht, dann machte er scheinbar den Ansatz, einen Arm zu heben. Dann öffnete er langsam die Augen.
Er sah sich mit müdem Blick um. Takashi starrte ihn böse aus seiner Ecke an. Megumi kuckte nicht weniger feindschaftlich. Kaya wartete weiterhin auf sein Verhalten. Sans Ausdruck hatte sich noch weiter verhärtet. Ashitaka war aus seiner Trance erwacht und sah erwartungsvoll auf Naoto hinab.
Herrin Eboshi zeigte nun endlich eine Regung. Sie richtete sich zu voller Größe auf, dann begann sie zu sprechen. „Kannst du mich hören, Naoto?“
Naoto richtete sich leicht auf und sah sie glasig an. „Ich denke schon...“
„Ist dir klar, was du vorhattest?“
„E – ehrlich gesagt, nein. Was hatte ich denn vor?“
„Du warst dabei, Takashi zu töten, aber die Wölfe haben dich davon noch abhalten können. Wir alle hier“ – Herrin Eboshi hob eine Hand und machte damit eine einkreisende Bewegung – „Erwarten eine vernünftige Erklärung von dir. Vielleicht ist dir auch klar, dass so etwas nicht geduldet werden kann. Wenn es keinen plausiblen Grund für dein Tun gibt, sehe ich mich gezwungen, dich der Stadt zu verweisen. Wobei ich mir für die Absicht, jemanden umzubringen, keinen plausiblen, oder, sagen wir lieber, akzeptablen Grund vorstellen kann.“
Naoto starrte sie entgeistert an. „Was... das soll ich getan haben? Aber... wie, wann...?“
„Damit hast du es vorhin schon versucht. Nochmal kommst du mir auf die Tour nicht durch. Also sprich endlich, ich verliere die Geduld“, sagte San leise und bedrohlich. Ihre Stimme zitterte vor Zorn. Kaya sah leicht beängstigt zu ihr auf. Ihre Mutter ignorierte den Blick.
Naoto sah zu San. „Aber... aber ich habe keine Ahnung, was vorgefallen ist... das... das ist die Wahrheit.“
„Lügner!“ Innerhalb einer Sekunde hatte San ihr Schwert gezogen. Als Kaya sie hindern wollte, stieß sie sie zur Seite. Sie hielt Naoto das Schwert an den Hals. „Das hast du vorhin auch mit Takashi gemacht. Genau das. Das weiß ich ganz genau! Und? Redest du jetzt?“
Naoto zitterte leicht. Er sah San verängstigt an.
„S-San, ich weiß nicht, ob das wirklich nötig...“, setzte Megumi erschrocken an. Aber sie merkte, dass es keinen Sinn hatte.
„Ich... bitte, ich kann mich wirklich an nichts erinnern, es tut mir Leid...“ Naoto schluckte.
San knurrte. Ihr Gesicht verspannte sich noch mehr.
„Nimm das Schwert weg.“
San blickte auf. Ashitaka sah sie fest an. „Bitte, San. Das hat so keinen Sinn. Wenn er selbst in dieser Situation nicht redet, bringt uns das nicht weiter...“ Er schien selbst nicht ganz an seine Worte zu glauben.
„Warum sagst du sowas? Du weißt, was er versucht hat zu tun!“
„Ja, das weiß ich. Und ich weiß auch, dass du es ernst meinst, wenn du so weit gehst, und du hast bis zum einem gewissen Punkt auch Recht damit. Aber bringt es uns denn wirklich weiter, wenn du ihn umbringst?“
„Gar nichts bringt uns weiter! Er hat versucht, zu töten, das ist doch wohl eindeutig klar, also inwiefern müssen wir noch weiterkommen? Es muss nicht immer Gnade vor Recht ergehen! Warum willst du das nicht einsehen?“
Ashitakas Gesicht nahm leicht wütende Züge an.
„Hört auf...“
Alle sahen zu Takashi.
„Bitte, hört auf. Er sagt die Wahrheit.“
Sie starrten ihn vollkommen verdattert an.
„Was soll denn das heißen...?“, fragte Megumi.
„Er kann es wirklich nicht. Er weiß es nicht mehr. Das hätte dir eigentlich auch schon auffallen müssen.“ Takashi sah seine Mutter skeptisch an. Dann blickte er wieder auf Naoto. „Wobei das auch nicht verwunderlich ist... du bist meine Mutter, wie kannst du da noch daran denken, er könne so einfach davon kommen...? Aber er kann sich wirklich nicht erinnern. Sonst hätte er schon längst gesprochen.“
„Weißt du, was du da sagst, Takashi? Du... du hilfst demjenigen, der dich töten wollte!“, rief Toki etwas entsetzt und zeigte anklagend auf Naoto. Der war inzwischen kreidebleich geworden.
„Ja, das weiß ich. Aber... haltet ihr es denn wirklich für richtig, ihn zu töten, obwohl er uns die Wahrheit erzählt? Wäre das nicht auch Mord? Wäre es das nicht ohnehin? Und wäre das nicht genau das, wofür wir ihn hier anklagen?“
San nahm zögernd das Schwert von Naotos Kehle.
Megumi sah ihren Sohn vorwurfsvoll an. „Wie... du... verspürst du denn gar keinen Hass gegen ihn oder so etwas? Er wollte dich töten!“
„Das weiß ich, verdammt nochmal!“, fauchte Takashi. „Das weiß ich besser als jeder andere hier! Also hört auf, so ein verdammtes Theater daraus zu machen! Schmeißt ihn raus und lasst es gut sein! Mann! Muss denn dauernd Blut fließen?!“ Dann stieß er die Arme seiner Mutter weg, stand ruckartig auf und eilte aus dem Haus. Megumi sah ihm verzweifelt nach.
„Ta... Was ist denn jetzt schon wieder los mit ihm...?“ Kaya erhob sich ebenfalls und folgte Takashi hinaus, wobei sie die ganzen Blicke ignorierte.
Naoto wurde kalt vor Schreck. „Kaya...!“ Sie konnte ihn doch jetzt nicht allein lassen! Er versuchte, aufzustehen.
„Du bleibst hier.“ San hielt ihm aus dem Stand die flache Seite ihres Schwertes gegen die Brust, sodass er sich nicht weiter aufrichten konnte. Kalt sah sie auf ihn hinab.
Naoto sank wieder in sich zusammen. Er schloss die Augen. Sein Körper bebte. Er legte die Hände vors Gesicht. Und dann verharrte er in dieser Haltung.
„Nun“, begann schließlich Herrin Eboshi erneut. „Ich denke, es ist fürs Erste das Beste, wenn wir uns für einige Zeit zurückziehen und die Sache besprechen. Mir scheint, da steckt etwas mehr dahinter.“ Sie bedeutete Gonza, ihr zu folgen, dann ging sie zum Ausgang der Hütte. Kurz darauf folgte ihr der Großteil der Menge. Danach verschwanden vereinzelt auch die restlichen Leute. Schließlich erhob sich auch Megumi und ging steif an Naoto vorbei.
Ashitaka warf San einen fragenden Blick zu. Sie nickte. Also gingen auch sie. Naoto schien momentan nicht so, als wolle er sich mit mörderischen Absichten auf irgendwen stürzen.




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